
… in München anno 1893: Die Belle Époque beseelt die königlich-bayerische Residenzstadt an der Isar, die noch keine 300.000 Einwohner zählt. Das kulturelle Leben blüht. Mehr als hundert Maler, Bildhauer und Grafiker haben sich der "Münchner Sezession" angeschlossen, um neue, unkonventionelle Wege in der Kunst zu gehen. In Schwabing feiert die Bohème ihren friedlichen Protest gegen das Großbürgertum, der Jugendstil verewigt sich von dort aus in privaten Villen und öffentlichen Prachtbauten, während ein junger Thomas Mann aus Lübeck schon bald in die Rambergstraße ziehen und später für die legendäre satirische Wochenzeitschrift "Simplicissimus" schreiben wird. Nur ein paar Steinwürfe weiter westlich, an der „Grenze“ Schwabing/Maxvorstadt, entsteht damals der Görreshof. In der Görresstraße, die die Innenstadt mit Schleißheim verbindet und nach dem politischen Publizisten und Hochschullehrer Johann Joseph Görres (1776 bis 1848) benannt ist, errichtet die Augustiner Brauerei ein Gasthaus, das sich schnell zu einem der beliebtesten Treffpunkte der Münchner entwickelt.

Stoisch, bayerisch hat der Augustiner Görreshof bereits zwei Jahrhundertwenden erlebt – Kriege, Krisen und selbst die Schickeria überdauert. Während sich ringsherum Vieles im Stadtbild verändert hat und dem jeweiligen Zeitgeist anpasste, ist dieses Altmünchner Original das geblieben, was es von Anfang an war: eine bayerische Traditionswirtschaft, in der wie eh und je süffiges Augustiner Bier frisch vom Fass ausgeschenkt wird und die Gastfreundschaft vor allem die Freundschaft betont. Ob auf ein richtig g´scheites bayerisches Essen in echt Münchner Atmosphäre, ein Pflanzerl und Helles am Zapfhahn, auf ein Stamperl zum "Politisieren" oder recht zünftig zum Feiern – wer den Görreshof betritt, schaut immer grad zur rechten Zeit vorbei.

Ab Sommer 2009 garantieren wir dafür, dass die kreativ-münchnerische Tradition der 116-jährigen Augustiner Gastwirtschaft ein Bein in ihrer Geschichte und das andere in der lebendigen Gegenwart haben wird.


